Ein herbstliches Fotospecial

Der Herbst ist die Jahreszeit des schönsten Lichtes und der intensivsten Farben – soweit unsere Definition eines perfekten Herbstes. Doch heuer war alles anders: Stabiles Hochdruckwetter wollte sich einfach nicht einstellen, die Kamera blieb daher oft in der Tasche und ich daheim. Andererseits… sind Cirren auf tiefblauem Himmel ein essentieller Bestandteil des typischen Herbstes? Müssen für die perfekte Herbstimpression auf den Bäumen immer Blätter in allen herbstlichen Rot- und Gelbtönen hängen? Liegt die wahre fotografische Herausforderung vielleicht doch im „schlechten“ Licht? Haben Wolken, Nebel, Regen und der erste Neuschnee nicht auch ihren eigenen Reiz?

Eigentlich bin ich sogar froh, heuer nicht mit oberflächlichen „klischeeherbstlichen“ Postkartenfotos punkten zu können. Schönheit erschließt sich oft nicht auf den ersten Blick. Es erfordert ein besonderes Gespür und manchmal sogar Mut, das Schöne im scheinbar Hässlichen zu ergründen. An jeder Ecke wird einem suggeriert, wie massentaugliche Schönheit auszusehen hat und zahllose technisch perfekte, dafür aber einfallslose Fotografien, bei denen ein mutmaßlicher Zeitgeist überstrapaziert wurde, sind hierfür der beste Beweis.

Da ich meinen Lebensunterhalt nicht mit der Fotografie bestreiten muss, bin ich in der glücklichen Position, ausschweifen zu können wann immer ich will. Es gibt keinen Auftraggeber, dem ich es recht machen muss und das ist auch gut so. Somit freue ich mich, heute ein ausgiebiges Herbstspecial der etwas eigenwilligen und auf den ersten Blick womöglich gar unnahbaren Art präsentieren zu können.

Wie gehabt macht Klicken / Tippen das Bild groß, durchblättern könnt Ihr mit den Cursortasten / Wischgesten. Nun aber viel Spaß mit den Fotos! 🙂