Fotografie in Raw (2): Ein Foto entwickeln und exportieren

Hier die Fortsetzung meiner „Wie macht man…“ Serie und nach fast zwei Jahren nun endlich Teil 2 von „Fotografie in Raw“. Wer den ersten Beitrag noch nicht kennt und nicht weiß wovon ich rede, sollte hier weiterlesen.

Über die Vorteile der Fotografie in Raw habe ich bereits damals geschrieben. Selbst möchte ich das Rohformat auch nicht mehr missen, weil es mir die volle Kontrolle über den Look des finalen Fotos gibt. „Nachteil“ von Raw ist, dass der Prozess der Bildwerdung mit der Aufnahme noch lange nicht zu Ende ist. Sprich: Ich muss in die Bilddateien etwas Zeit investieren, bevor ich meinen Freunden, der Familie, meinen Kunden, Fans usw. meine Fotos zeigen kann.

Was benötige ich?

Wichtig ist, zu wissen, was Raw ist und worin es sich von JPG unterscheidet. Falls Ihr das noch nicht wisst, lest bitte wie bereits erwähnt Teil 1. Wer bereits informiert ist, aber noch nie mit Raw gearbeitet hat, darf weiterlesen.

Für Raw-Konversion gibt es diverse Software. Meist erhält man mit dem Kauf einer neuen Kamera eine CD-ROM, auf der sich nebst Handbuch meist ein Raw-Konverter befindet. Käufer einer Nikon erhalten beispielsweise ViewNX. Dann gibt es Software kommerzieller Anbieter wie z. B. Adobe, das Adobe Photoshop Lightroom anbietet. Wer als Betriebssysten Linux nutzt oder für den Einstieg nicht gewillt ist, Geld für Software auszugeben, für den könnte RawTherapee interessant sein. RawTherapee ist in meinen Augen die umfangreichste Gratis-Software für die Raw-Konversion und ich kann es sehr empfehlen.

Wie geht man vor?

In folgendem Video demonstriere ich möglichst ausführlich und anfängergerecht die Entwicklung eines Farbfotos mittels RawTherapee, beginnend mit dem Öffnen eines Raws und endend mit dem Export des fertigen Fotos als Full HD-Foto. Wenn Ihr die Anleitung Schritt für Schritt befolgt, werdet Ihr bald merken, dass Raw-Konversion kein Hexenwerk, sondern vielmehr eine Frage von Übung und Geduld ist. Zur Info: Raw-Konverter funktionieren „non-destruktiv“. Das bedeutet, jeder Arbeitssschritt wird nicht auf das Foto selbst angewandt, sondern in einer eigenen Datei vermerkt.

Und weil ich gefragt wurde: Das ganze könnt Ihr hier als Preset downloaden und in RawTherapee auf jedes beliebige Foto anwenden.

Viel Spaß beim Nachmachen. Falls Ihr Fragen oder Verbesserungsvorschläge habt, gerne her damit! Und in Teil 3 werde ich zeigen, wie ich ein SW-Foto entwickle.

Gut Licht wünscht

Daniel

2 thoughts on “Fotografie in Raw (2): Ein Foto entwickeln und exportieren

  1. Hallo Daniel, was macht man oder mache ich, wenn man hier, jetzt und sofort ein „schönes“ ausgearbeitetes Foto braucht??? Die Frage dazu: „Wie und woher bekomme ich das Hintergrundwissen, damit ich selber !!!bessere!!! Fotos ausarbeiten kann?“. Hast du eine Idee??? Ohne Workshop und ganz viel Übung mit einem RAW-Konverter wird es wohl nicht so richtig funktionieren. Das Abändern der „Kurve“, wie du gesagt hast, wirkt Wunder. Darauf wäre ich nie gekommen. Fotos entwickeln ist eben (k)ein Kinderspiel.
    In diesem Sinn – die CPU soll rauchen!!!
    Peter

    • Ich kann nur zu viel Geduld und Nachmachen des Tutorials raten, bei letzerem ist der Lernerfolg höher. DEN Leitfaden, mit dem man schöne Fotos bekommt, den gibt es leider nicht. Alles, was man für schönere Fotos „auf die Schnelle“ benötigt, zeige ich in dem Video, dort erkläre ich u. a. die Gradationskurven. Wie viel Zeit und Geduld man braucht, weiß ich aus eigener Erfahrung, heute weiß ich sofort, was ich tun muss und ich hoffe, ich kann anderen dabei helfen, den Knoten zu lösen.

      LG
      Daniel

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