Menschen – Model – MaLu

Hallo und Grüß Gott! Seit meinem letzten Beitrag ist schon einige Zeit vergangen. Auf meinen Fotoexkursionen war ich bis jetzt hauptsächlich auf der Jagd nach Landschaften, Architektur, Blumen und Stimmungsbildern. Bis jetzt. 🙂 Seit Ende Juli freue ich mich, daß ich das schwierige Metier „Menschen“ neu in mein Repertoire  aufgenommen habe.

MaLu, das Model.Warum erst jetzt? Noch dazu mit Model und Visagistin?

Im April war ich mit meiner Nichte und Sina, ihrer Schäferhündin im Wald spazieren. Auf diesem Weg kamen wir an einer kleinen Schlucht mit einem imposanten Wasserfall vorbei. Meine Nichte sagte zu mir: „Da fehlt eine hübsche Frau in möglichst farbenfroher Kleidung – so als Farbtupfer!“ und die Idee zum Modelfotografieren war entstanden. Doch bis zum Shooting dauerte es doch noch ein Weilchen, denn: Wo und wie finde ich ein Model? Wann passt das Wetter? Und wann haben alle zugleich Zeit? Von Anfang an war klar: Bikinifotos oder gar Aktfotos sind tabu. Die Idee war, etwas ganz Neues auszuprobieren und – natürlich! – Spaß beim Fotografieren zu haben.

Ein erstes Kennenlernen…

Es ging ein erstes Kennenlern-Treffen mit MaLu (eine gute Freundin von Heidi, einer Bekannten) voraus, in dem ich ihr von meinen Ideen erzählte und erklärte, wo das Shooting stattfinden sollte. Dem ganzen Shooting ging ein lockeres, unterhaltsames erstes gemeinsams Treffen und Kennenlernen voraus. Nachdem ich alle Bedenken über irgendwelche Bikini- oder Aktfotos zerstreut hatte, konnte ich die MaLu für das Model-Shooting begeistern. Ganz unbekannt waren wir uns, MaLu und ich, während des Shootings also nicht.

Das Shooting

Endlich kam der ersehnte Tag: Strahlender Sonnenschein, allerbeste Wetterbedingungen, es kann also eigentlich nichts mehr schiefgehen. Ganz wohl war mir aber bei dem Gedanken, Model und Visagistin „im Nacken sitzen zu haben“, trotzdem nicht – der Erfolgsdruck war schon sehr hoch. Aber Angst haben oder kneifen gilt nicht. Daher: Akkus aufladen, Linsen sauber putzen, Blitz und Reflektor ausleihen und es einfach tun! An der Lokation angekommen, ging mir einfach alles viel zu langsam. Frauen und Make-Up ist ja noch auszuhalten. Aber Frauen und Kleidung? … das kann dauern! Also, nix wie ran und schon beim Auflegen des Make-Up losfotografieren:

"Make-up" – The Making-of ;-)Das war eine sehr gute Idee. Ich hatte etwas zu tun, konnte verschiedende Einstellungen an der Kammera ausprobieren, Entfernungen testen und meine persönliche Menschenfotografierhemmschwelle überwinden. Schon die ersten paar Fotos lieferten beeindruckende Ergebnisse und so war die erste Fotosession in Straßenkleidung entstanden:

Das Equipment:

Das Tamron zeichnet schärfer und brillanter als das Sigma. Außerdem sind die Verzeichnungen beim Tamron weitaus weniger stark als beim Sigma festzustellen. Der Grund dafür dürfte sein, dass das Tamron im Gegensatz zum Sigma seine Anfangsbrennweite bereits im Telebrennweitenbereich beginnt und somit weniger Kompromisse an die Optik machen muss. 70 mm Brennweite im Crop-Modus entsprechen beim Kleinbild-Format einer Brennweite von 112 mm und erfordern einen relativ großen Abstand zum Model. Das kann gut sein für ungezwungenere Fotos, falls der Raum vorhanden ist. Ich würde wieder eher zum Sigma greifen, da der ideale Brennweitenbereich für Modelfotos sich zwischen 50 und 75 mm bei Crop-Sensoren bewegt. Der Canon Blitz „spielt alle Stückerl“ und ist der Hammer, sein Preis allerdings auch. Ein Reflektor ist unbedingt erforderlich.

Dank

An dieser Stelle bedanke ich mich besonders bei meinem Model MaLu und der Visagistin Heidi für die liebevolle Hingabe und Herzlichkeit, den ganzen Nachmittag beim Fotoshooting ganz unkompliziert mitzumachen. Bei Peter, der mir das Blitzgerät und den Reflektor geliehen hat und meiner Nichte, als Initiatorin, ohne die dieser Beitrag nicht entstanden wäre. Bilder sagen zwar mehr als tausend Worte, über einen Kommentar würde ich mich aber trotzdem sehr freuen :-). Ich wünsche viel Spaß beim Durchblättern der Fotos.

Gut Licht
Peter

2 Kommentare bei „Menschen – Model – MaLu“

  1. Hallo MaLu, Hallo Peter,

    Menschen zu fotografieren hört sich zunächst einmal recht einfach an. Es ist m.E. die einzige Spielart der Fotografie, bei der selbst der weltbeste Fotograf, das weltbeste Model kein gutes Foto ergeben, wenn die Chemie zw. Fotograf und Model nicht zu 100% stimmt. Dafür, dass es Eure Premiere ist, sind ein paar richtig gute Fotos entstanden.

    Danke für Euren tollen Gastbeitrag, der richtig Lust aufs Selberausprobieren macht! 🙂

    1. Hallo Daniel, erstmal danke fürs Kompliment. Ich freue mich selber sehr über den Beitrag und es hat richtig Spaß gemacht.
      Die MaLU und die Heidi haben großartig mitgearbeitet. Es war richtig anstrengend.
      Ein ganz liebes Danke dafür an Die MaLu und an die Heidi.
      Die Lokation ist geradezu prädestiniert für so ein Shooting.
      Ich danke Dir fürs Online-Stellen und für den letzten Schliff am Beitrag.
      Peter

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