Tagebuch Patagonien: Abenteuer Carretera Austral auf zwei Rädern (1)

Abenteuer Carretera Austral auf zwei Rädern (1)

Ich freue mich, Euch einen tollen Gastbeitrag von Peter und Helmut über eine Reise durch Patagonien per Fahrrad vorstellen zu können. Vor wenigen Monaten habe ich Peter, einen guten Freund von Peter, meinem Safari-Kollegen (ja, heißen beide Peter!), kennen gelernt. Peter war mit seinem Reisepartner Helmut 7 Wochen lang mit dem Fahrrad in Patagonien unterwegs und hat von dort eine Menge atemberaubender Aufnahmen mit nach Hause gebracht. Weiters hat Helmut während der Reise akribisch Tagebuch geführt. Darauf angesprochen, ob Interesse an der Veröffentlichung eines Patagonien-Beitrages auf danmahu.com besteht, waren beide sofort begeistert. Lange Rede, kurzer Sinn – hier ist Teil 1 einer nicht alltäglichen Reise:

Abenteuer Carretera Austral per Fahrrad

08.-09.01.2015

0 km
0 Höhenmeter

Die Zeit des Wartens ist vorbei, endlich können wir unsere lange geplante Auszeit in Angriff nehmen!

Alle Befürchtungen, was die Logistik betrifft, waren unbegründet, trotz mehrmaligem Umsteigen in London, Madrid und Santiago klappte die Anreise weitgehend reibungslos. Einzig die lange Flugzeit ist belastend, aber das ist der Preis für das Vergnügen. Nach ca. 33 Stunden haben wir den Ausgangspunkt unserer Tour, Puerto Montt, erreicht. Das ergibt eine bis dahin unerreichte Durchschnitts-Reisegeschwindigkeit von 424 km/h!

Summa summarum bleibt festzuhalten, dass die Anreise wie ein „Länderspiel“ verlief. Aber das ist ja Segen und Fluch zugleich, die weltweite Globalisierung ist eine ökologische Katastrophe und zugleich ein Segen für Zugvögel und Globetrotter. Wir unternehmen noch eine erste Erkundungstour in Puerto Montt und fallen nach einem letzten Absacker erschöpft in den Tiefschlaf.

Impression aus Puerto Montt10.01.2015

0 km
0 Höhenmeter

Das Hotel Manquehue ist eine gute Wahl. Nach dem Frühstück bauen wir die Räder zusammen, die den Transport erfreulicherweise unbeschadet überstanden haben. Danach begeben wir uns in die Stadt, um noch einige notwendige Utensilien zu besorgen. Die quirlige Stadt wirkt aufgeräumt und sauber, wenn auch recht einfach. Die Menschen sind recht nett, allerdings kommen wir mit Englisch nicht sehr weit und müssen uns mit unserem bescheidenen Spanisch durchfragen. Es fällt sofort auf, dass die hier lebenden Einheimischen recht kleinwūchsig sind. Am Abend essen wir in einem gemütlichen Pub, stellen aber recht bald fest, dass wir die klimatische und zeitliche Umstellung noch nicht so recht überwunden haben.

11.01.2015

0 km
0 Höhenmeter

Es ist eine gute Entscheidung, noch einen weiteren Tag in Puerto Montt zu verweilen. Wir decken uns mit Proviant und Bargeld für die nächsten Tage ein. Am Nachmittag macht Helmut noch einen Ausflug zur vorgelagerten Insel To. Auf einer Anhöhe mit einem großen Kreuz hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt und den quirligen Hafen.

Mit einem kleinen Fährboot geht es wieder zurück zum Hafen. Hier im Stadtteil Angelmo gibt es unzählige Souvenirshops und einen sehr sehenswerten Fischmarkt.

12.01.2015

49 km
623 Höhenmeter

Endlich beginnt unser Abenteuer „Carretera Austral“!
Wir verlassen die Stadt auf der berühmten Routa 7 nach Süden. Auf den ersten paar hundert Metern dürfen wir sogar auf einem Radweg radeln, diesen Luxus werden wir in den nächsten Wochen mit Sicherheit nicht haben. Bei Chamiza gönnen wir uns noch eine kurze Kaffeepause.

Die Straße ist hier noch durchgehend asphaltiert, doch auch dieses Vergnügen werden wir demnächst nicht allzu oft haben. Auch wenn die Carretera Austral auf diese Abschnitt die Küste entlang führt, gilt es dennoch, einige Anstiege zu meistern. Am frühen Nachmittag erreichen wir Caleta La Arena. Von hier geht es mit der Fähre hinüber nach Caleta Puelche, wir setzen noch am frühen Abend über, da das Wetter noch vielversprechend und es noch lange hell ist. Da es in Puelche jedoch keine Campingplätze oder Cabañas gibt, radeln wir noch ein Stück und schlagen unser Zelt an einer geschützten Stelle am Meer auf. Wir werden mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

Auf der Fähre nach Puelche Abenstimmung in Puelche13.01.2015

50 km
754 Höhenmeter

In der Nacht hat es geregnet, wir frühstücken einfach und packen das nasse Zelt ein. Es geht die ersten Kilometer noch relativ flach auf asphaltierter Straße weiter. In Contao fassen wir noch einmal Proviant, denn hier verlassen wir zunächst die Küste, das heißt natürlich kurbeln. Erschwerend kommt hinzu, dass wir nun auf einer vom Regen aufgeweichten Schotterpiste radeln. Es lauern einige kurze Rampen, die uns merklich zusetzen. Ein kurzer Abstecher nach Hualaihué lohnt die Mühe kaum, mit etwas Glück können wir in einem kleinen Supermercado einge Süßigkeiten erstehen. Am Nachmittag beziehen wir Quartier in einer einfachen Cabaña in Pichicolo. Da das gastronomische Angebot recht dürftig ist, verköstigen wir uns mit eigenen Sachen. Am Abend klart es auf und wir erleben um 21:30 noch einen schönen Sonnenuntergang mit Regenbogen.

14.01.2015

19 km
256 Höhenmeter

Heute steht nur eine kurze Etappe an, so dass wir es gemächlich angehen lassen. Nach kurzer Fahrt erreichen wir die „Termas de Pichicolo“, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Nach einem kurzen Spaziergang über Holzstege erreichen wir die Therme und relaxen in wohligem 39°C warmem Wasser – welch eine Wohltat! Die restlichen Kilometer bis zu unserem Tagesziel fallen uns nicht sonderlich schwer. Die Weiterreise von hier ist nur mit der Fähre möglich und die geht erst wieder morgen nachmittag. So haben wir Zeit zum Waschen, für die Fahrradpflege und Sonstigem.

15.01.2015

0 km
0 Höhenmeter

Auf unsere Anfrage bezüglich der Abfahrtszeit der Fähre erhielten wir die Aussage 15:00 Uhr. Einer inneren Eingebung folgend begeben wir uns bereits am späten Vormittag zum Fähranleger. Wir staunen nicht schlecht, als wir eine abfahrbereite Fähre nach Caleta Gonzalo vorfinden! Wir checken sofort ein und genießen auf der 4-stündigen Ūberfahrt die traumhafte Fjordlandschaft. Allerdings geht diese Fähre nicht direkt nach Caleta Gonzalo und wir müssen von Leptepu noch einen Transfer von 10 km bis Porcelana absolvieren. Ein freundlicher Chilene hat einen geräumigen Pick-up und nimmt uns auf der Ladefläche mit. Eingestaubt erreichen wir den Fähranleger und sind nach einer kurzen 45-minütigen Fahrt am Tagesziel. Hier befindet sich das Eingangstor zum Pumalín-Park, aber außer einer geschlossenen Touristeninformation und einem Restaurant gibt es hier nichts. Allerdings überrascht uns dieses Restaurant mitten im Off mit einer fantastischen Küche. Wir schlagen unser Zelt auf dem nahe gelegenen Campingplatz auf und sind hier bei zahlreichen Backpackern in bester Gesellschaft.

Die Fähre nach Caleta Gonzalo Im Pumalín-Park Verwunschene Urwaldkulisse im Pumalín-Park Die beiden Protagonisten im Rhabarber :-)16.01.2015

25 km
662 Höhenmeter

In der Nacht hat es wieder geregnet, aber der Campingplatz verfügt über einen großen Shelter, so dass wir im Trockenen und im Kreis anderer Rucksackreisender und Radler frühstücken können. Für heute haben wir als Tagesziel den Lago Blanco anvisiert. Es sind zwar nur wenige Kilometer, aber die Strecke hat es in sich, zumal die Schotterpiste durch den Regen aufgeweicht ist. Gegen Mittag lässt sich auch die Sonne mal kurz blicken, aber auch die lästigen (Zensiert) sind sofort wieder da und lechzen nach Touristenblut. Am frühen Nachmittag erreichen wir den Campingplatz am Lago Blanco und haben eine schöne Campsite direkt am See. Der Regen setzt wieder ein, aber wenn man im Regenwald ist, muss man wohl damit rechnen, denn wie soll der Regenwald sonst wachsen? Das Zelttarp ist uns hier wieder eine große Hilfe.

Camping am Lago Blanco17.01.2015

33 km
465 Höhenmeter

Auch in dieser Nacht hat es geregnet, aber am Morgen hat es glücklicherweise aufgehört. Dennoch sind unsere Klamotten noch recht klamm, also beschließen wir, uns in Chaitén eine Bleibe für die Nacht zu suchen. Der Weg bis dahin ist nicht allzu weit, dennoch lauern auch hier wieder einige Anstiege, die letzten Kilometer dürfen wir dafür einmal wieder auf Asphalt radeln – eine Wohltat! Wir quartieren uns im Brisas del Mar ein. Danach decken wir uns mit Proviant und Bargeld für die nächsten Tage ein, denn bis Coyhaique werden wir keine Möglichkeit haben, Bargeld zu bekommen.

18.01.2015

61 km
539 Höhenmeter

Wir verlassen Chaitén im Dauerregen, dafür haben wir Asphalt und Rückenwind, so erreichen wir El Amarillo schon nach gut einer Stunde. In dem sehr gut ausgestatteten Mercado können wir Proviant nachkaufen und bekommen noch einen guten Kaffee dazu. Auch die Weiterfahrt zum Lago Yelcho verläuft auf gut ausgebauter asphaltierter Straße und es hat inzwischen aufgehört zu regnen. Am Lago Yelcho rasten wir, bevor wir, nun wieder auf Schotterpiste, weiterradeln. In einem Hotel am Lago Yelcho gönnen wir uns noch einen Drink und treffen hier auf eine bunt zusammen gewürfelte Truppe von Radlern, die eine Rundum-Sorglos-Reise durch Patagonien unternimmt. Wir halten uns hier nicht weiter auf und radeln weiter bis zum CONAF-Camping an der Puente Ventisquero, denn das passt besser zu uns. Nach einem köstlichen, selbst zubereiteten Essen lauschen wir am Lagerfeuer unseren Anekdoten.

19.01.2015

48 km
853 Höhenmeter

Nach dem Frühstück geht es gleich zur Sache: es geht hinauf zum Cuesta Moraga-Pass auf 650 m ü. NN. Wie prognostiziert, haben wir herrliche Sommerzeit mit 27°C, dafür plagen uns beim Aufstieg auch wieder die Pferdebremsen. Gegen Mittag erreichen wir die Passhöhe. Auch wenn es ab hier zunächst nur bergab geht, müssen wir auf der Schotterpiste höllisch aufpassen, denn es gibt reichlich Schlaglöcher und loses Geröll. In Villa St. Lucia rasten wir und kaufen noch Wasser ein, denn bei hochsommerlichen Temperaturen und ständigem Auf und Ab ist der Wasserverbrauch enorm. Auf der Weiterfahrt nach Villa Vanguardia trauen wir unseren Augen kaum, wir treffen auf eine neu asphaltierte Straße und rollen zügig nach Villa Vanguardia. Der Ort besteht nur aus einer Hand voll Häuser, aber wir haben Glück und bekommen bei Nadiella abends ein schmackhaftes Essen. Unser Zelt stellen wir etwas außerhalb des Ortes direkt am kobaltblauen Rio Palena auf.

20.01.2015

39 km
544 Höhenmeter

Wir dürfen noch ca. 2 km auf Asphalt radeln, danach geht es wieder auf die berüchtigte Schotterpiste. Auch heute steht uns einiges Auf und Ab bevor, der Belag ist teilweise recht schotterig und kostet viele Körner. Die Temperaturen erreichen heute fast die 30°C und in La Junta sind wir ziemlich abgekämpft. Wir quartieren uns in einer gemütlichen Cabaña ein, am Abend bekochen wir uns und gönnen uns, dem Wetter angepasst, einen Cuba Libre.

21.01.2015

47 km
711 Höhenmeter

Die chilenischen Straßenbauarbeiter waren fleißig und so können wir die erste Tageshälfte mit einigen Unterbrechungen auf einer nagelneuen aalglatten Asphaltstraße fahren. Wir treffen eine Radlerin aus England, die auf einer 2 1/2 jährigen Weltreise die komplette Panamericana beradelt und bis Ushuaia radeln will – Chapeau!

Wir rasten im deutsch geführten Hotel El Panque am Lago Risopatron. Doch schon nach wenigen Metern ist es vorbei mit der Herrlichkeit und wir finden uns auf der Schotterpiste wieder, die zudem durch Bauarbeiten in einem desolaten Zustand ist. Nach einer Vielzahl Steigungen und vielen Flüchen rollen wir schlussendlich hinab ans Meer. Nachdem wir nun 9 Tage im Sattel verbracht haben, beschließen wir, uns hier im beschaulichen Puyuhuapi einen Ruhetag zu gönnen. So quartieren wir uns in einer einfachen Cabaña ein. Zu Abend essen wir vorzüglich im Cafe Rossbach, auch stellen wir fest, dass viele Einwohner hier deutsche Wurzeln haben.

Auf dem Weg nach Puerto Puyuhuapi22.01.2015

0 km
0 Höhenmeter

Der heutige Tag ist zum Relaxen vorgesehen. Wir frühstücken spät und machen anschließend einen gemütlichen Spaziergang durch das beschauliche Örtchen. Der Flecken wurde erst 1935 besiedelt. Die Geschichte der Einwanderer aus Sudetendeutschland ist allgegenwärtig, Namen wie Hopperdietzel, Übel und Rossbach sind hier allgegenwärtig. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchem Pioniergeist es die Einwanderer geschafft haben, sich die Wildnis gefügig zu machen, vor allem, wenn man bedenkt, dass es bis in die 70er Jahre keine Straße hierher gab!

Der Ort PuyuhuapiImpressionen aus PuyuhuapiImpressionen aus Puyuhuapi
Wir decken uns wieder mit Proviant für die nächsten Tage ein, denn die nun folgende Gegend ist recht dünn besiedelt. Dafür haben wir für die nächsten Tage die Aussicht auf asphaltierte Straßen.

23.01.2015

64 km
1145 Höhenmeter

Der Ruhetag tat uns gut, die Hitzperiode der letzten Tage ist auch vorbei. So radeln wir gemütlich am Fjordo Queulat entlang, die Schotterpiste ist in recht gutem Zustand und wir erreichen den Ventisquero Gletscher kurz vor Mittag. Wir machen einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt und fahren zurück zur Carretera. Auch die nächsten Kilometer verlaufen recht eben, bevor es hinauf zum Portezuelo Queulat auf 500 Metern Seehöhe geht. Mangels Campingplätze passieren wir den Pass am frühen Abend und radeln in halsbrecherischer Abfahrt auf grobem Schotter durch eine nicht enden wollende Abfahrt hinunter. Um 18 Uhr ziehen wir die Reißleine und campieren wild am Rio Cisnes.

Ventisquero Colgante - der hängende Gletscher Ventisquero Colgante - der hängende Gletscher24.01.2015

37 km
666 Höhenmeter

In der Nacht hat es wieder angefangen zu regnen, so findet das Frühstück im Zelt statt. Wir bauen das nasse Zelt ab und radeln los, es geht am Rio Cisnes entlang auf und ab, aber wir haben besten Asphalt unter den Rädern. Nach ca 25 km kommen wir an einem kleinen Kiosk vorbei, es gibt Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, da langen wir natürlich gerne zu. Die Kalorien können wir gut gebrauchen, denn es geht wieder auf einen Pass mit 400 Höhenmetern. In Villa Amengual decken wir uns mit Proviant ein und treffen auf eine Gruppe Radler aus Neuseeland und England, die in die entgegen gesetzte Richtung radelt. Einer der jungen Burschen hat vor, die gesamte Panamericana bis Kanada zu radeln. Nach knapp 40 km erreichen wir den Lago de las Torres und da uns der Platz gefällt und es die nächste Camping Gelegenheit erst nach weiteren 40 km gibt, schlagen wir hier unser Zelt auf.

25.01.2015

77 km
897 Höhenmeter

Die erste Campingnacht ohne Regen, wir sind bis auf einen Brasilianer die einzigen Gäste auf dem Campingplatz. Die sanitären Einrichtungen auf dem Campingplatz sind sehr rudimentär und so brechen wir nach dem Frühstück auf, es geht zunächst noch einige Höhenmeter bergauf, dann genießen wir eine tolle Abfahrt entlang des Rio Măniuales und erreichen den gleichnamigen Ort bereits kurz nach Mittag. Da wir am nächsten Tag Coyhaique erreichen wollen und das Wetter mitspielt, entschließen wir uns, noch weiter zu radeln, doch zuvor decken wir uns mit Proviant für eine weitere Zeltnacht ein. Nach langem Suchen finden wir doch noch einen schönen Platz direkt am Fluss, so gibt es einmal mehr Pasta und wir lassen den Abend am Lagerfeuer ausklingen.

Lagerfeuerromantik am Rio Măniuales

26.01.2015

66 km
905 Höhenmeter

Bereits am Vortag haben wir uns entschlossen, die Carretera Austral am Abzweig nach Puerto Aysén zu verlassen und entlang der zwar 15 km längeren, dafür aber asphaltierten Straße nach Coyhaique zu radeln. Zunächst geht es wellig bergauf und bergab, aber dann schiebt uns ein fetziger Rückenwind am schönen Rio Simpson entlang. Wir rasten kurz abseits der Carretera auf einem wunderschönen Eco-Camping bei Villa Torreones bei einem guten Kaffee und selbstgemachter Marmelade. Auch danach haben wir Rückenwind und sogar der Nieselregen hat aufgehört. Vor dem Tagesziel lauert allerdings noch eine Rampe, die uns auf fast 500 Metern Seehöhe bringt. Hier bekommen wir eine erste Kostprobe vom patagonischen Wind und haben einen tollen Blick auf Coyhaique. Nach einer kurzen und rasanten Abfahrt erreichen wir nach einer nochmaligen Steigung das Tagesziel. Eine für uns geeignete Habitación ist schnell gefunden und wir genießen eine ausgiebige heiße Dusche, bevor wir in einem gemütlichen Restaurant Bergfest feiern, denn hier haben wir ungefähr die Hälfte der gesamten Carretera geschafft.

Blick auf CoyhaiqueCascada de la Virgen 27.01.2015

0 km
0 Höhenmeter

Der heutige Ruhetag tut uns gut, wir können in einer Lavadoria waschen lassen, die Post erledigen, Geld tauschen und einfach relaxen. Wir decken uns im gut sortierten Supermercado mit allem Notwendigen ein, checken unsere Räder und sind erstaunt, dass diese die bisherigen Strapazen schadlos überstanden haben.

Abends gönnen wir uns nach einigen Entbehrungen der letzten Tage ein opulentes Mahl und wagen einen Ausblick auf die nun folgenden Herausforderungen.

Wie es weitergeht mit unserem „Abenteuer Carretera Austral auf zwei Rädern“ erfahrt Ihr im demnächst erscheinenden Teil 2. Falls Euch unser Reisetagebuch über eine nicht ganz alltägliche Reise mit dem Fahrrad gefallen hat, freuen wir uns sehr auf Euer Feedback.

Bis bald

Peter, Helmut

4 Kommentare bei „Tagebuch Patagonien: Abenteuer Carretera Austral auf zwei Rädern (1)“

  1. Hans-Patrick sagt:

    Hallo Peter, hallo Helmut,
    schöne Reportage mit schönen Bildern.
    Bei den warmen Temperaturen, die ihr teilweise hattet, muss ich sofort an unsere Tour letztes Jahr durch Cubas Osten denken. Da floss der Schweiß in strömen und zwar die ganze Tour…
    Freue mich auf den zweiten Teil!
    LG von Patrick

  2. Hallo Peter, hallo Helmut,

    danke für Euren tollen Beitrag und Hut ab vor so einer Leistung – meine „Radtouren“ beschränken sich meist auf Innsbrucks Stadtgebiet. Obwohl noch nie selbst da gewesen, bin ich von Südamerika fasziniert und muss da irgendwann mal hin! Nach diesem Beitrag würde ich jetzt am liebsten sofort ’nen Flug nach Chile buchen und abhauen. 🙂

    LG
    Daniel

  3. Hallo Daniel, der Südamerikabeitrag ist super gelungen und lockert die Seite auf. Bei der Fotoauswahl dürftest Du ziemlich Kopfweh bekommen haben, da es sehr viele interessante Fotos vom Peter gibt. Der Reisebericht spricht für sich. Soll ich nun selber eine ähnliche Tour machen oder doch lieber doch nicht??? Wenn ich mir die Fotomotive anschaue – JA, wenn ich an die Radlstrapazen und ans Zelten denke – hmmm, eher nein.
    Gratuliere zur Reportage!!!
    Gut Licht
    Peter

    1. Alle Strapazen eines Abenteuers lohnen sich, wenn es auch die vielen kleinen tollen Momente zu erleben gibt. Im Augenblick möchte man einfach hinschmeißen, doch eines Tages wird man sich nur an die schönen Momente erinnern.

      Als Beispiel sei meine 7-monatige Seereise Ende der 90er erwähnt, die ich heute, trotz aller erlebten Torturen, als die beste Zeit meines Lebens in Erinnerung behalten werde.

      LG
      Daniel

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