Totale Mondfinsternis am 21.01.2019

Titelbild Totale Mondfinsternis am 21.01.2019

Mondfinsternis, Blutmond (bescheuertes Wort), Mofi, … egal wie man es nennt, dieses astronomische Phänomen gehört zu den beeindruckendsten Ereignissen, die man am Nachthimmel beobachten kann. Nachdem mich bei der letzten Mofi im Sommer 2018 das Pech in Form von Bewölkung heimsuchte, wollte ich es einfach nochmals probieren. Leider verhieß der Wetterbericht wieder nichts gutes, aber wer das aktuelle Wetter erfahren will, muss halt zum Fenster rausschauen. 🙂 Ich also den Wecker um 5:50 Uhr gestellt, ein kurzer Blick Richtung Westen genügte und der Fall war klar: Ich bleibe mal wach! Ein Standortwechsel war nicht erforderlich, denn ich verfüge daheim über einen Westbalkon, wohne im Westen Innsbrucks und im Panorama befinden sich Berge. Wie tags zuvor richtig eingeschätzt befand sich der Mond nordwestlich über den Bergen und würde dahinter untergehen. Besser geht es nicht!

Das Setup

Was braucht man für Aufnahmen einer Mondfinsternis? Es gibt nicht DIE Kamera und auch nicht DAS Objektiv. Jede halbwegs moderne Kamera mit großem Sensor sollte den Job machen. Eine gute Kamera, ein gutes Stativ, ein gutes Teleobjektiv und idealerweise ein Fernauslöser, damit man die Kamera nicht anfassen muss sind die halbe Miete. Den Rest besorgt eine nette Bildkomposition. Na klar kann man einfach nur ein Foto des Mondes machen, aber dann ist es eben nur ein Foto des Mondes, von denen es bereits zigtausende gibt. Etwas, das die Bildkomposition aufwertet, z. B. Bäume, Gebäude, die Skyline einer Stadt oder wie in meinem Fall ein Berg werten Fotos auf. Hier ein paar Daten:

  • Nikon D800
  • Tokina 70-200 mm f4
  • Belichtungszeit: 2 Sek.
  • Blende: f4
  • ISO: 400
  • Weißabgleich: 3.600-4-200 K
  • Spiegelvorauslösung: 2 Sek.
  • Bildstabilisierung: Aus (unbedingt!)
  • Fokussierung: Manuell auf Unendlich
  • Bildmodus: Raw

Bildbearbeitung

Ich bin kein Freund ausgiebiger Bearbeitungssessions mit zig Ebenen und Effekten und versuche darum stets, bei der Aufnahme möglichst nah ans Endergebnis zu gelangen. Aber ohne Raw-Format und Bildbearbeitung wird es trotzdem niemals gehen. Hier ein unbearbeitetes Foto out of Cam:

Totale Mondfinsternis am 21.01.2019 (unbearbeitetes Foto)

Und nun folgen die bearbeiteten Fotos:

Totale Mondfinsternis am 21.01.2019

Als der Mond in Begriff war hinter einem Berg unterzugehen, machte sich von Westen her hohe Bewölkung bemerkbar – zum Glück aber nicht allzu stark.

Einer besonders schöner Moment war der Untergang des Mondes hinter einem bewaldeten Berghang. Hier hätte ich gerne mehr Brennweite als nur 200 mm gehabt. Vielleicht doch mal ein 150-600 mm anschaffen? 🙂

Totale Mondfinsternis am 21.01.2019

Ergebnis

Besser geht natürlich immer, aber ich bin mit den Ergebnissen recht zufrieden. Ich hoffe es gefällt euch auch.