Ein Jahr, 12 Monate, 12 Fotos

Titelbild Best of 2019

2019 ist fast vorbei, Zeit für einen Jahresrückblick in Wort und Bild, an letzteren mangelt es mir schließlich nicht. Nach welchen Kriterien habe ich die Fotos ausgewählt? Ich suchte nicht einfach nur nach den 12 spektakulärsten Fotos des Jahres, sondern nach denen, die ein gewisses Etwas haben, das sie aus der Masse herausragen lässt. Und was auch immer dieses Etwas sein mag, ich versuche es im jeweiligen Text zum Bild zu erläutern.

Viel Spaß mit meinem Best of. Schöne Feiertage und natürlich auch 2020 allzeit Gut Licht! 🙂

Diesen Abend stieg ich hoch hinauf in die Tuxer Alpen um den hinter vergletscherten 3.000ern aufgehenden Vollmond zu fotografieren. Dazu kam es leider nicht, aber nicht minder beeindruckend war das Zusammenspiel von untergehender Sonne und dem bläulichen Licht der hereinbrechenden Winternacht an diesem Gipfelgrat.

Futuristisches 70er Jahre Design in Knallrot trifft mit voller Wucht auf pastellfarbenen Jugendstil. Ein Stilbruch? Na klar, aber ein äußerst gelungener! 🙂

Nepal? Tibet? Altai? Nein, ein Gipfel in den Bayerischen Alpen. Aber im Buddhismus ist jeder Berg ein heiliger Ort. Ohne die flatternden Gebetsfahnen im Vordergrund wäre das Foto belanglos.

Diese Kehre einer Gebirgsstraße in den Dinariden zaubert mit ihrem Grau etwas Abstrahismus in die von dichter Vegetation dominierte Landschaft.

Darf es auch mal ein HDR-Foto mit Schnappschusscharakter sein? Diese arabische Dame in Bosnien-Herzegowina versucht, sich mit einem Regenschirm vor der Sonne zu schützen, während sie einen Wasserfall bestaunt.

Beim frühmorgendlichen Aufstieg in den Oetztaler Alpen begegnete ich einer Steinbock-Kolonie. An diesem Foto begeistern mich nicht nur diese majestätischen Tiere, sondern auch der intensive Kontrast aus goldener Morgensonne und dem Tal in der Tiefe, in dem noch die Nacht herrscht.

Hochalpine Lagen sind für mich magische Orte, an denen ich Demut empfinde. Sie sind eine archaische und lebensfeindliche Welt aus dunklem Gestein und Eismassen, in der die Elemente den Ton angeben. Dieses Foto ist hochalpiner Surrealismus in Reinform.

Eine gute Kamera? 500-1.000 €. Der Malkasten der Natur? Unbezahlbar! Herbstliches Porträt von den Kalkkögeln bei Innsbruck unter einem pastellfarbenem Abendhimmel.

Eine wahrhaft unwirkliches Motiv! Hier spiegeln sich zwei Grasinseln in der glatten Oberfläche eines Bergsees an einem nebeligen Herbsttag.

Der Ahornboden dürfte der schönste, aber auch der meist fotografierteste Talschluss in den Nordalpen sein. Weit weniger alltägliche Fotos der sich verfärbenden Ahornbäume, wie sie in der Herbstsonne lange Schatten werfen, macht man z. B. aus der Vogelperspektive.

Baumschwämme wachsen in die Horizontale, so auch dieses Exemplar. Als der Baum umstürzte, bildete dieser Baumschwamm kurzerhand einen Ableger, der die neue Horizontale einnimmt.

Eine actionreiche Aufnahme, in der die Elemente Wind und Wasser den Ton angeben. Hier wirbelt ein Föhnsturm mit Böen bis zu 200 km/h den Neuschnee auf den Bergen in die Luft.

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